Satzung

I.            ZIEL UND AUFBAU DER ORGANISATION

Artikel 1

Die Organisation ZEBUNET, ein Betrieb nach der Loi du 1er Juillet 1901 und dem Décret du 16 août 1901, hat zum Ziel, die Verbesserung der Lebensbedingungen mittelloser Bevölkerungsschichten weltweit zu fördern. Dies soll durch personalisierte Mikrokredite zur Förderung von Viehzucht- oder Handwerksaktivitäten erreicht werden. Die Organisation hat die Möglichkeit, alle zur Erreichung dieses Zieles notwendigen Aktionen wie Reisen, eine Internetseite, Veranstaltungen, Publikationen, Produktionen etc. durchzuführen.

Die Lebensdauer der Organisation ist nicht begrenzt.

Der Hauptsitz befindet sich auf der Péniche India Tango, 1 port des Champs Elysées, 75008 Paris. Er kann durch eine einfache Entscheidung des Verwaltungsrates verlegt werden, es bedarf dafür einer Ratifizierung durch die Hauptversammlung.

 

Artikel 2

Die Organisation setzt sich aus aktiven Mitgliedern (deren Mitgliedsbeitrag für das aktuelle Jahr beglichen wurde), teilhabenden Mitgliedern, wohltätigen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern zusammen. Jedes aktive Mitglied ist für einen Posten im Verwaltungsrat der Organisation wählbar. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird vom Verwaltungsrat festgelegt.

 

Artikel 3

Der Mitgliedsstatus endet

     · durch Rücktritt

     · durch Ausschluss wegen fehlender Zahlung des Mitgliedbeitrages

     · durch eine Entscheidung des Verwaltungsrates aufgrund schwerwiegender Gründe

Das Einlegen einer Berufung bei der Hauptversammlung ist möglich.

 


II.            VERWALTUNG UND FUNKTIONSWEISE

Artikel 4

Die Hauptversammlung der Organisation vereinigt die Gesamtheit der Mitglieder. Sie wird vom Verwaltungsrat mindesten einmal jährlich zusammengerufen. Die Einladungen zur Hauptversammlung müssen mindestens drei Wochen vor dem geplanten Termin postalisch oder per Email an alle Mitglieder versendet werden. Die Tagesordnung wird vom Verwaltungsrat festgelegt und liegt der Einladung bei.

Für die Eintragung einer Frage unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstige Fragen“, muss diese bis spätestens 14 Tage vor dem Versammlungstermin beim Vorstand eingereicht werden. Der Jahresbericht und die Bilanz der Organisation werden jährlich gleichzeitig mit den Einladungen zur Jahreshauptversammlung an die Mitglieder verschickt.

Zur Versammlung muss mindestens ein Viertel aller Mitglieder anwesend sein. Wird dieser Anteil nicht erreicht, wird sie eine halbe Stunde später erneut zusammengerufen. Dieses Mal ist sie unabhängig von der Zahl der anwesenden oder durch Dritte vertretenen Mitglieder beschlussfähig. Sie wird vom Präsidenten der Organisation geleitet, im Fall seiner Abwesenheit durch ein von ihm bestimmtes Mitglied des Verwaltungsrates. Die Versammlung bestimmt einen Schriftführer. Es wird über die Arbeit des Verwaltungsrates sowie die finanzielle und generelle Situation der Organisation berichtet. Sie bestätigt die Bilanz des letzten abgelaufenen Rechnungsjahres, berät über die, in der Tagesordnung aufgeführten, Fragen und nimmt, falls nötig, Neuwahlen für Mitglieder des Verwaltungsrates vor.

Die Wahl per procura und die Briefwahl sind erlaubt. Briefwahlunterlagen müssen vor der Auszählung der Stimmen der anwesenden Mitglieder und Repräsentanten beim Vorstand eingegangen sein, die Organisation übernimmt für eventuelle Verzögerungen auf dem Postweg keine Haftung. Eine Information zu den Briefwahlbedingungen wird zusammen mit den Stimmzetteln verschickt. Keines der anwesenden Mitglieder kann für mehr als 5 Mitglieder per procura wählen.

Die Abstimmung erfolgt über Handzeichen, außer, wenn ein Fünftel der, bei der Versammlung anwesenden, Mitglieder eine geheime Wahl wünscht. Die absolute Mehrheit der Anwesenden und Repräsentierten ist erforderlich. Im Falle einer Gleichverteilung ist die Stimme des Präsidenten ausschlaggebend.

Es wird ein Protokoll der Verhandlung geführt. Protokolle werden ohne Lücken und Streichungen auf nummerierten Seiten geführt und im Hauptsitz der Organisation archiviert. Sie sind vom Versammlungsvorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnen. Das Protokoll wird bei der nächsten Hauptversammlung per Abstimmung angenommen.

Bezahlte Angestellte, die folglich nicht Mitglieder der Organisation sind, dürfen den Versammlungen beiwohnen, haben aber – außer auf Aufforderung des Versammlungsvorsitzenden – kein Recht, sich zu äußern.

 

Artikel 5

Die Organisation wird von einem Verwaltungsrat geleitet, dessen Mitglieder (zwischen 4 und 11 Personen) von der Hauptversammlung gewählt werden. Im Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines oder mehrerer Verwaltungsrat-Mitglieder, besetzt der Rat die Stelle(n) zunächst provisorisch. Bei der nächsten Hauptversammlung werden sie dann offiziell neu vergeben. Das Mandat so gewählter Mitglieder endet an dem Datum, an dem das des vorherigen Mitgliedes hätte enden sollen.

Die Mitglieder des Rates werden für drei Jahre gewählt, eine Neuwahl erfolgt am Ende des Mandates. Mitglieder, juristische Personen, können sich für den Verwaltungsrat zur Wahl stellen. Um die Effektivität des Rates nicht zu gefährden, können diese juristischen Personen ausschließlich durch den amtierenden Präsidenten, oder falls nicht vorhanden, den Inhaber einer ähnlichen Führungsposition (Direktor, Generalsekretär) vertreten werden.

Kandidaturen müssen, um in Betracht gezogen zu werden, bis spätestens einen Monat vor dem Termin der Jahreshauptversammlung beim Vorstand eingegangen sein. Der Verwaltungsrat hat die alleinige Entscheidungsmacht über die Zulässigkeit von Kandidaturen. Drei Wochen vor der Hauptversammlung verschickt der Verwaltungsrat an alle Mitglieder mit Stimmrecht eine Liste der anerkannten Kandidaten (es gilt das Datum des Poststempels).

Der Verwaltungsrat versammelt sich mindestens einmal alle sechs Monate. Er wird entweder vom Präsidenten des Verwaltungsrats, auf Antrag eines Viertels der Mitglieder des Verwaltungsrats oder auf Antrag eines Viertels der Mitglieder der Organisation einberufen. Damit der Verwaltungsrat beschlussfähig ist, muss mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sein. Die Abstimmung erfolgt über Handzeichen, außer wenn ein Mitglied des Rates eine geheime Wahl wünscht. Die erforderliche Mehrheit ist die Mehrheit der Anwesenden. Im Falle einer Gleichverteilung ist die Stimme des Präsidenten ausschlaggebend. Die Vertretung Abwesender durch Dritte ist bei den Entscheidungen des Verwaltungsrates nicht zulässig, Mitglieder können jedoch über geeignete Telekommunikationsmittel an der Versammlung teilnehmen.

Der Verwaltungsrat hat das Recht, entsprechend der Bedürfnisse der Organisation, uneingeschränkt über die Gelder der Organisation zu verfügen. Er entscheidet über Anlage oder Verwendung der verfügbaren finanziellen Mittel sowie der Reserven.

Der Präsident von ZEBUNET kann seine diesbezüglichen Stimmrechte, mit dessen Einverständnis, an ein Mitglied des Verwaltungsrates seiner Wahl übertragen.

Bei allen Zusammenkünften der Hauptversammlung und des Verwaltungsrates wird ein Protokoll geführt. Dieses kann von allen Mitgliedern der Organisation jederzeit eingesehen werden.

 

Artikel 6

Der Verwaltungsrat wählt, per Handzeichen oder geheimer Wahl, aus seinen Mitgliedern einen aus 4 bis 8 Personen bestehenden Vorstand. Er umfasst einen Präsidenten, einen bis drei Vizepräsidenten (je nach Bedarf und Entwicklungen der Organisation), einen Sekretär, einen eventuellen stellvertretenden Sekretär, einen Schatzmeister und einen eventuellen stellvertretenden Schatzmeister.

Dieser Vorstand ist für ein Jahr gewählt, ein Mandat kann dabei beliebig oft erneuert werden. Er ist das exekutive Organ des Verwaltungsrates. Der Vorstand prüft und bereitet alle Fragen vor, die an den Verwaltungsrat vorgelegt werden und kann auch zwischen den Sitzungen des Verwaltungsrates selbständig Entscheidungen treffen.

Jede Person, deren Anwesenheit als gewinnbringend eingestuft wird, kann vom Präsidenten zu den Sitzungen des Vorstandes eingeladen werden.


Artikel 7

Die Mitglieder des Verwaltungsrates können für die ihnen anvertrauten Tätigkeiten nicht entlohnt werden. Allein die Erstattung von Auslagen ist durch einen Beschluss des Verwaltungsrates möglich. Die Belege müssen zur Überprüfung vorgelegt werden.

 

Artikel 8

Bezahlte Angestellte der Organisation können vom Präsidenten aufgefordert werden, zur Beratung an den Sitzungen des Verwaltungsrates und des Vorstandes teilzunehmen.


Artikel 9

Der Präsident repräsentiert die Organisation bei allen gesellschaftlichen Tätigkeiten. Er verfügt über die Gelder und kann darüber hinaus auch ein Mitglied des Verwaltungsrates mit dessen Einverständnis dazu bevollmächtigen. Bei einer Vertretung vor Gericht kann der Präsident von niemandem außer einem Bevollmächtigten kraft einer speziellen Prokura vertreten werden.

Die Repräsentanten der Organisation müssen uneingeschränkt zur Ausübung ihrer Bürgerrechte in der Lage sein.

 

 

III.            FINANZIELLE RESSOURCEN

Artikel 10

Der Jahresumsatz der Organisation setzt sich zusammen aus:

1)     Erträgen aus Eigentum

2)     Mitgliedsbeiträgen und Investitionen der Mitglieder

3)     Spenden und Vermächtnissen

4)     Zuwendungen von privaten und öffentlichen Einrichtungen

5)     Einnahmen aus der Organisation verschiedener Veranstaltungen wie Konferenzen, Bälle, Aufführungen, Konzerte, Ausstellungen oder Verkäufe zugunsten von ZEBUNET

6)     Vergütung, die für erbrachte Dienste erhalten wurden

 

Artikel 11

Die Buchhaltung resultiert in einer jährlich erscheinenden Gewinn- und Verlustrechnung, einer Bilanz und einem Anhang. Falls die gesammelte Summe die im Gesetz festgesetzte Schwelle erreicht, wird die Abrechnung von einem Wirtschaftsprüfer überprüft, der von der Hauptversammlung (mit dem gleichen Wahlvorgang wie die Wahl des Verwaltungsrates) bestimmt wird.

Der Präsident von ZEBUNET und der Schatzmeister sind zur Bezahlung von Rechnungen zeichnungsberechtigt. Diese Befugnis kann ausnahmsweise an ein anderes Mitglied des Vorstandes delegiert werden, wenn der Verwaltungsrat dies beschließt.

 

 

IV.            SATZUNGSÄNDERUNGEN UND AUFLÖSUNG

Artikel 12

Die Satzung kann nur durch eine außerordentliche Hauptversammlung modifiziert werden, die auf Vorschlag des Verwaltungsrates oder eines Zehntels der Mitglieder der Hauptversammlung einberufen wird.

In beiden Fällen müssen die Änderungsvorschläge mindestens drei Wochen vor dem vorgesehenen Termin zusammen mit den Einladungen an alle Mitglieder versendet werden.

Bei der Versammlung muss mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sein. Wenn dieser Anteil nicht erreicht wird, wird sie eine halbe Stunde später erneut zusammengerufen und ist dann unabhängig von der Anzahl der anwesenden oder durch dritte vertretenen Mitglieder beschlussfähig.

Satzungsänderungen müssen mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden.


Artikel 13

Eine Hauptversammlung, die zur Auflösung der Organisation einberufen wird, muss zu diesem Zweck (nach den Modalitäten in Artikel 12) eigens einberufen werden.

Die Auflösung kann nur von einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden oder von Dritten repräsentierten Mitglieder per Abstimmung beschlossen werden.


Artikel 14

Im Fall einer Auflösung bestimmt die Hauptversammlung einen oder mehrere Kommissare zur Liquidation der Güter der Organisation. Das Nettovermögen wird dann an eine oder mehrere ähnliche (öffentliche oder zum öffentlichen Nutzen anerkannte) Einrichtungen oder an Einrichtungen gemäß des Artikels 6, Absatz 2 der modifizierten Loi du 1er Juillet 1901 übertragen.


Artikel 15

Die Beschlüsse der in den Artikeln 12, 13 und 14 vorgesehenen Hauptversammlungen werden unverzüglich der zuständigen Préfecture mitgeteilt.



V.            ÜBERWACHUNG UND INTERNE REGELUNGEN

Artikel 16

Der Präsident oder der Sekretär müssen jede Änderung auf der Führungsebene der Organisation innerhalb von drei Monaten der Préfecture des Départements mitteilen, in dem die Organisation ihren Sitz hat.

Die Bücher und Rechnungsunterlagen der Organisation werden auf Aufforderung einer befugten Verwaltungsstelle jederzeit unverändert vorgezeigt.