Madagaskar

Unsere Einsatzgebiete und Partnerorganisationen :


Unsere Partnerorganisationen :

FANOITRA ist eine lokale Organisation, die auf die Entwicklung ländlicher Regionen spezialisiert ist. Sie stellt uns einen ihrer Mitarbeiter zur Verfügung, der unsere Projekte vor Ort in der Region von Andramasina koordiniert und verwaltet und gleichzeitig über eine Veterinärausbildung verfügt. 

Die Organisation LALONA ist zum Einen im Bereich des Managements natürlicher Ressourcen tätig, um eine nachhaltige Nutzung dieser zu fördern. Zum Anderen ist sie darum bemüht die Fähigkeiten der Gemeindeverantwortlichen, in Bezug auf Führungsqualitäten, Projektmanagement, Kommunikation und Erarbeitung von Plänen und Projekten zur Entwicklung der Kommune, auszubauen, um die kommunale Entwicklung zu unterstützen. 

AIDES : Der Verband AIDES (Maßnahmen und Initiativen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung) hat das Ziel sowohl Umweltschutzprojekte, als auch Projekte zur sozial- wirtschaftlichen Entwicklung zu realisieren, die es darüber hinaus ermöglichen, die Zivilgesellschaft in die lokale Entwicklung einzubeziehen. Hauptsächlich setzt sie Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Bevölkerung um, mit dem Ziel deren Lebensbedingungen und Einkommen zu verbessern.

 

Welchen Nutzen bietet die Unterstützung der Zebu-Zucht ?

Das Landleben in den Hochebenen von Madagaskar ist hauptsächlich auf den Reisanbau ausgerichtet. Reis stellt das Grundnahrungsmittel der Familien dar und es hängt vom Ernteerfog ab, ob die Familien ihren Grundbedarf an Nahrungsmitteln decken können. Leider sind die Erträge jedoch häufig gering und kaum ausreichend. Die Böden sind ausgelaugt und die Familien sehen sich üblicherweise mit mehreren Monaten im Jahr konfrontiert, in denen sie, aufgrund von Nahrungsmittelengpässen, Geld aufbringen müssen um Reis zukaufen zu können.

In Anbetracht dieser Tatsache, bringt der Besitz eines Zebus (Buckelrind) für die Familien viele Vorteile. In erster Linie stellt ein Zebu eine Art „Geldanlage auf Hufen“ dar, die sich unter geringem finanziellem Aufwand züchten lässt und somit Gewinne einbringt. Ein Zebuweibchen bringt nämlich jedes Jahr ein Kalb zur Welt, benötigt jedoch kein teures, industriell hergestelltes Futter und ihre Milch kann entweder von den Familien selbst konsumiert oder verkauft werden.

Darüber hinaus erweist sich der, aus den Kuhfladen hergestellte, Mist als kostenloser biologischer Dünger für die Reisfelder, wodurch sich Erträge und die Qualität des erodierten Bodens erhöhen. 

Abgesehen davon, steigt durch den Besitz eines Zebus auch der soziale Status der Familie. Die Familie genießt eine höhere Anerkennung in der Gemeinschaft und erhält somit das Recht, an dorfinternen Diskussionen teilzunehmen. Dies trägt stark zum Selbstbewusstsein der Familie bei und fördert ihr Selbstvertrauen.

 

 

Welchen Nutzen bringt die Unterstützung der Hühnerzucht mit sich ?

Nach vielen Jahren, in denen Zebunet für madagassische Bauernfamilien die Anschaffung von Zebus finanzierte, wurde uns bewusst, dass, trotz der günstigen Kreditkonditionen, den finanziell schwächsten Familien der Zugang zu dieser wirtschaftlichen Entwicklungshilfe weiterhin verwehrt blieb. Aus diesem Grund haben wir mit unserem Partner Lalona und dem Gemeinderat von Amdriambilany über bestehendes Interesse und die Möglichkeiten gesprochen, die Aufzucht von Hühnern, im Hinblick auf die Produktion von Masthühnern, finanziell zu unterstützen.

Tatsächlich birgt diese Zuchtform, mit einem niedrigen Kapitaleinsatz zu Beginn, kurzen Produktionszyklen und, verglichen mit der Rinderzucht, geringeren finanziellen Konsequenzen beim Tod eines Tieres (jeder Teilnehmer erhält sechs Tiere), weniger Risiken für sehr arme Familien. Nachdem zahlreiche Frauen in den verbesserten Aufzuchttechniken geschult wurden und großes Interesse am Aufbau einer Hühnerzucht zeigten, haben wir uns entschlossen, ein Pilotprojekt zu starten.

 

Wieso die Zucht von Schweinen unterstützen ?

Die Zucht von Schweinen hat viele Vorteile, da es sich um eine rentable Produktion, mit kurzen Produktionszyklen handelt, die regelmäßige Einkünfte einbringt. Dies ermöglicht den Familien ihre alltägliche Kosten, wie Schulgeld, Gesundheitskosten, Verpflegungskosten, usw. zu bezahlen. Als Zebunet mit seiner Arbeit auf der Insel begann, wurde zunächst ein Kreditprogramm für die Zucht von Schweinen ins Leben gerufen. Leider wurde Madagaskar in den darauffolgenden Jahren regelmäßig von der afrikanischen Schweinepest, einer tödlichen Krankheit ohne Impfmöglichkeit, heimgesucht und auch die, von Zebunet unterstützen Landwirte, hat dies stark getroffen. Folglich haben wir die Schweinezuchtprojekte, in der Erwartung einer Verbesserung der Situation,  zunächst, auf unbestimmte Zeit, auf Eis gelegt. Seit 2012 haben die Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest im Land deutlich abgenommen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AIDES haben wir deshalb beschlossen, einen neuen Versuch zu wagen. Im Rahmen eines neuen Projekts, finanzieren wir bedürftigen Familien, im ländlichen Raum, die Anschaffung von Säuen einer hochgezüchteten Rasse. Unsere Partner AIDES und ein Tierarzt betreuen die Begünstigten vor Ort. Auch wenn die Tiere anfangs teuer sind (100 €), verspricht die Zucht einen hohen Gewinn am Ende des Projekts (schätzungsweise rund 800 Euro pro Familie, verteilt auf zwei Jahre), der eine erhebliche Veränderung im Leben dieser Familien bedeutet.