Warum ?

Die hauseigene Viehzucht als Grundlage des ländlichen Ökosystems

In Entwicklungsländern ist die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Landbevölkerung. Sie liefert Familien die wichtigsten Nahrungsquellen, aus Ernteüberschüssen können außerdem Zusatzeinnahmen für Sonderausgaben wie Schulgeld oder Arztbesuche gewonnen werden.

Durch eine Ergänzung der Landwirtschaft durch die Viehzucht können Bauernfamilien ihr Tätigkeitsspektrum vergrößern und somit gleichzeitig ihre Lebensmittel-Versorgung sichern – und das mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt.

Eine familieneigene Viehzucht nimmt damit eine Schlüsselrolle für die ökonomische und soziale Entwicklung ländlicher Gebiete ein.

Die Landwirte nutzen alle verwertbaren Produkte ihres Zuchtbetriebs, vom Fleisch über Milch und Leder bis hin zum Dung. Das Tier ist somit eine echte „Geldanlage auf Hufen“, durch die eine Familie ihre Bedürfnisse auch nach Aufbrauchen der Erntevorräte noch decken kann.

Allerdings kostet bereits die Anschaffung eines ersten Zuchttieres oft mehr, als ein Großteil der Landbevölkerung aufbringen kann.

Der ländliche Mikrokredit als Impuls für lokale Entwicklungsprozesse

Ländliche und landwirtschaftliche Regionen sind vom traditionellen Bankensystem bisher noch ausgeschlossen.

Es gibt zahlreiche Gründe, aus denen klassische Mikrofinanzinstitutionen nicht das Risiko eingehen, Geld an Bauern zu verleihen: ihre geografische Isolation, fehlende Finanzinfrastrukturen zur Überwachung der Rückzahlung, das von saisonalen Produktionszyklen abhängige Einkommen und ihre wenig vertrauenswürdige Sicherheiten.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch einige außerstädtische Mikrokredit-Institutionen, die an die Besonderheiten des Landlebens angepasste Dienstleistungen anbieten. Die Zinssätze und geforderten Sicherheiten sind jedoch so hoch, dass sie arme Familien weiterhin ausschließen. So kann der Teufelskreis der Armut nicht durchbrochen werden.

Dem stellt Zebunet sein eigens kreiertes System des ländlichen, solidarischen Mikrokredits entgegen, durch den auch mittellose Familien aus eigener Kraft einen kleinen Zuchtbetrieb aufbauen können.